Zukunftswerkstatt Fichtenberg Nutzung des alten Feuerwehrmagazins

 

Karl-Heinz Rückert

FICHTENBERGEnde gut, alles gut? Nach langwierigen kontroversen Diskussionen um den Erhalt des alten Feuerwehrmagazins, die auch die Gemüter in der Fichtenberger Bürgerschaft erhitzten, hatte sich der Gemeinderat für den Fortbestand des Gebäudes ausgesprochen.

 Nun soll das alte Magazin für 130000 Euro umgebaut und in Stand gesetzt werden. Das Sanierungskonzept der Gemeinde sieht vor, dass die Garagen im Erdgeschoss bestehen bleiben. Im Obergeschoss entstehen zwei Räume, Küche und WC-Anlage. Die Investition macht jedoch nur Sinn, wenn das Gebäude auch sinnvoll genutzt wird. 

Den Denkanstoß, die Räume für die Fichtenberger Jugend einzurichten, nahm der Förderverein Kinder und Jugend in Fichtenberg auf und erarbeitete ein Nutzungskonzept für ein Jugendhaus. Aus Sicht von Dietmar Winter vom Jugendamt des Landkreises steht das Konzept auf sicheren Beinen und ist auch in sich schlüssig, wie Bürgermeister Roland Miola ergänzte. Tatjana Mandara-Barth und Ursula Sigmund vom Förderkreis stellten die Schwerpunkte der Nutzungsregelungen im Gemeinderat vor. Danach sollen die Jugendräume allen Jugendlichen in Fichtenberg zur Verfügung stehen, besonders denen, die keine Verbindung zum örtlichen Vereinsleben haben. 

Wie die Betreuung der Einrichtung aussehen soll, darüber bestand längerer Beratungsbedarf. Von Seiten des Fördervereins ist angedacht, eine Sozialarbeiterstelle im Rahmen eines geringfügigen Beschäftigungsverhältnisses einzurichten, die auf ein Jahr befristet sein soll. Während dieser Zeit wird ein Team aus Förderverein und Jugendlichen Akzeptanz und Entwicklung beobachten. Dieses Team könnte dann die Betreuung fortführen. Ein solches Mischkonzept aus Betreuung und Begleitung wäre im Landkreis einmalig, verspreche aber gute Möglichkeiten, so Winter.

 Eine Bedarfsanalyse wurde noch nicht erhoben, bestätigten die Vertreterinnen des Fördervereins auf Anfrage. Sie gehen jedoch von fünfzehn bis zwanzig Jugendlichen in den verschiedenen Altersgruppen aus. Im Falle eines Scheiterns des Konzeptes stünden die Räumlichkeiten alternativ auch der Jugendfeuerwehr zur Verfügung. Wichtig erschien den Gemeinderäten die Kooperation der künftigen Jugendeinrichtung mit der örtlichen Schule.

/kr.

Quelle: Rundschau Gaildorf Mai.20059