Bürgerstiftung Fichtenberg verleiht Anerkennungspreise

 

 

 

„Kleine Teile ergeben ein Mosaik“, so lautete der Tenor des Vorsitzenden der Bürgerstiftung Fichtenberg, Bürgermeister Roland Miola, bei der Verleihung von Anerkennungspreisen. Damit zeichnete die Bürgerstiftung sieben Fichtenberger Einwohner für ihr Wirken in und außerhalb der Gemeinde in einer kleinen Feierstunde im Bürgersaal des Rathauses aus.

Ein Trio der Musikschule Schwäbischer Wald/Limpurger Land eröffnete die Feier, der Stiftungsratsmitglieder, bisherige Stiftungspreisträger und Angehörige der Preisträger beiwohnten, mit einem klassischen Gitarrenstück. Als Multitalent, das gestaltende Kunst mit Sport und Fitness in unnachahmlicher Weise zu verbinden weiß, bezeichnete Miola Mario Rieger. Seit mehr als zwei Jahrzehnten habe sich Rieger Bodybuilding und das damit verbundene Posing zu einer Kunst mit ausgeklügelten Showeffekten entwickelt. Sie bescherten dem Fichtenberger Showtalent Auftritte in Las Vegas und Begegnungen mit dem kalifornischen Gouverneur Arnold Schwarzenegger. Seine Vielseitigkeit stellt Mario Rieger auch in seinen grafischen Kunstwerken unter Beweis. Als Referent und Berater gibt er seine Kreativität weiter. Mario Riegers Spuren sind auch in Fichtenberg zu finden. Werbetafeln und das Logo der Bürgerstiftung entstammen seinen Ideen. Dieses umfassende Wirken wurde von der Stiftung als anerkennend gewürdigt.

Dass auch Kinder von der Bürgerstiftung ausgezeichnet werden, freute Stiftungsratsmitglied Dr. Thomas Weiler ganz besonders. Er hielt die Laudatio auf Laura Kühnle und Jana Schramm, die bei landesweiten und lokalen Rindervorführwettbewerben Aufmerksamkeit erregten. Veranstaltet werden diese Wettbewerbe von der Rinderunion Baden-Württemberg. Bei den Vorführungen der Jungzüchter stehen nicht nur die Rinder auf dem Prüfstand, auch deren Führer müssten sich einem Wissenstest unterziehen, erläuterte Dr. Weiler. Laura und Jana haben dabei mehrere Preise eingeheimst und waren als Gruppensieger und Junior-Champions sehr erfolgreich.

Mit sieben Jahren konnte sie schon in einer Disziplin Erfolge vorweisen, die sie im Alter von 12 Jahren bei internationalen Wettbewerben bis heute weiter fortsetzte. So skizzierte Helmut Stroh die Aerobic-Sportlerin Angelique Welz. Aerobic sei eine Mischung aus Tanz und Gymnastik, die viel Rhythmusgefühl erfordere. Erfolge seien daher nur durch äußerste Trainingsdisziplin erreichbar, so der Laudator. Neben den Einzeldisziplinen tritt Angelique Welz auch mit einer Dreierformation auf, die zudem Synchronität erfordere. Ohne konsequente Trainingseinheiten vier bis fünf Mal in der Woche wäre Angeliques Erfolgsserie kaum möglich, verriet Stroh. Nach dem Abitur will die „waschechte Amateurin“ Sportwissenschaften studieren. Helmut Stroh bedauerte, dass die Mittelroterin ihre künstlerische Sportart in Fichtenberg noch vor keinem Publikum präsentiert habe.

Wenn es in Fichtenberg darum geht Girlanden zu binden, dann ist Maria Kühnle mit von der Partie. Ob Osterbrunnen, Maibaum oder Kirchentüren, Kühnles Tatkraft sei immer gefragt, lobte Konrad Mandl das vorbildliche Engagement der Fichtenbergerin. Damit die Tradition und Nachfolge gesichert werde, schlug Mandl der Preisträgerin vor, Kurse im Girlandenbinden anzubieten.

Schier unendlich schien die Liste sportlicher Erfolge von Bärbel Unser und Uli Vischer, die Walter Feucht zusammengetragen hatte. Durch ihre regionalen und internationalen Erfolge in Triathlon- und Iron Man-Disziplinen bewiesen die beiden Leistungssportler, dass Sport keine Frage des Alters, wohl aber der Trainingsdisziplin sei. Ihre Wettkampfvorbereitungen bezeichnete Feucht schon als professionell, die zudem über dem Privatleben stünden. Die vielen Spitzenplatzierungen bei den Sportveranstaltungen sind in erster Linie persönliche Erfolge, machten Bärbel Unser und Uli Vischer aber auch zum Vorbild für Andere.

Mit der anerkennenden Preisauszeichnung, wolle die Bürgerstiftung Personen ehren, die übers Jahr mit vielschichtigen Inhalten in und außerhalb der Gemeinde wirken, hatte Stiftungsratsvorsitzender Miola eingangs die Bedeutung der Auszeichnung umrissen. Abschließend forderte er jeden Einzelnen auf, mit seinen Talenten, Interessen und seinem Ehrgeiz wichtige Zeichen zu setzen.