Unterstiftung wird aufgelöst

Der Fichtenberger Gemeinderat hat in seiner Sitzung am Mittwoch die Beiräte für die Bürgerstiftung gewählt. Die Weißensee-Stiftung wird als Unterstiftung zur Probe eingerichtet. Sie ist derzeit mit knapp 9000 Euro bestückt.

RICHARD FÄRBER

FICHTENBERG Die sogenannte "Weißensee-Stiftung" wird allerdings erst noch zur Bewährung eingerichtet, denn eigentlich benötigt sie ein Kapital von 25 000 Euro. Dieses Geld, hofft Bürgermeister Miola, könnte in den nächsten beiden Jahren durch Spenden der Bürger zusammenkommen.

Auch der Grundstock für die Weißensee-Stiftung besteht aus Spendengeldern: 3000 Euro hat die VR-Bank zur Verfügung gestellt, der Rest wurde zwischen 1996 und 1998 vom SPD-Ortsverein und von Walter Häfele gespendet. Mittlerweile sind deshalb auch Zinsen in Höhe von 817 Euro angefallen, sodass die Weißensee-Stiftung mit insgesamt rund 9000 Euro starten kann.

Sollte das nötige Kapital in den nächsten zwei Jahren nicht zusammen kommen, wird die Unterstiftung zugunsten der mit 50 000 Euro aus dem EnBW-Aktienverkauf bestückten Bürgerstiftung aufgelöst.

Ohne große Diskussion verlief die Wahl des Stiftungsbeirats, die im Februar ergebnislos vertagt werden musste, weil die Unabhängigen Wähler die Parität zwischen den Fraktionen zu zerstören drohten. Sie hatten drei Kandidaten für die vier Beiratssitze des Gemeinderats zur Wahl gestellt.

Am Mittwoch war die Parität dann allerdings wieder gewahrt. Für den Beirat der Stiftung kandidierten Margit Kiesel, Hedwig Wolf, Alfred Schwerthöfer und Hans Weller. Sie wurden in offener Abstimmung einstimmig gewählt 

Komplizierter war die Wahl der Vertreter aus der Bürgerschaft in den Stiftungsbeirat. Hier standen mit Ulrike Feucht, Konrad Mandl jr., Dr. Theo Simon, Helmut Stroh und Dr. Thomas Weiler fünf Kandidaten zur Auswahl. Zunächst musste deshalb das Wahlverfahren bestimmt werden auf Anregung von Bürgermeister Miola entschied sich der Gemeinderat gegen die Verhältniswahl für das einfache Mehrheitswahlrecht.

In geheimer Wahl wurden dann Konrad Mandl jr. (13 Stimmen), Helmut Stroh (10), Dr. Thomas Weiler (9) und Dr. Theo Simon (8) für den Stiftungsbeirat bestimmt. Ulrike Feucht erhielt sieben Stimmen; fünf Stimmen waren ungültig.

rs/rif.

Quelle: Rundschau Gaildorf 19.04.2003