Eröffnungsfest "Der Weg"

 

Karl-Heinz Rückert

FICHTENBERG Ein schöner Tag für die Gemeinde Fichtenberg sei dieser Samstag, lautete Roland Miolas Resümee bei der festlichen Eröffnung des Projekts „Der Weg“. Der Bürgermeister meinte damit nicht die unwirtliche Witterung, die die Eröffnungsveranstaltung in die Aula der Grund- und Hauptschule zwang, sondern das herausragende Engagement von Bürgern, Schule, Vereinen und Unternehmen in der Rottalgemeinde.

Zahlreich folgten die Fichtenberger der Einladung zum „Weg“-Fest, in das gleichzeitig das Stiftungsfest der Bürgerstiftung eingebunden war. Nicht nur Häppchen und Sektempfang waren deutliche Zeichen für die besondere und doch etwas andere Veranstaltung. Für Hedwig Wolf - neben Emilie Siegel eine der Initiatorinnen des Wegprojektes – gab es gute Gründe fröhlich zu feiern. Zwei Visionen hätten sich bei der Verwirklichung des „Wegs“ getroffen, die durch das Kunstprojekt der Schüler zu einem außergewöhnlichen Erlebnis für alle Beteiligte wurde. Natur, Inspiration und Meditation hätten mit der ursprünglichen Idee „Weg zwischen den Kirchen“ eine neue Verbindung erfahren. „Der Weg“ soll nicht nur begangen, sondern auch gelebt werden, betonte Wolf. „Das Wohnzimmer Gottes ist mehr als die Kirchen!“ Sie verglich den Erdglobus – und damit auch den „Weg“ - mit einer Bank, die das Kapital für unsere Zukunft beinhalte. Von der überwältigenden Begeisterung und Tatkraft der vielen unterstützenden Kräfte sei sie und ihre Mitstreiterin Emilie Siegel erfreulich überrascht worden. Letztere dankte dem Bürgermeister, Rektorin Petra Wohlfarth, Pfarrerin Ursula Braxmaier, den Bauhofmitarbeitern, Kunsterzieherinnen, Schülern und allen die an dem Zustandekommen dieser Gemeinschaftsaktion mit Spaß und Freude mitgewirkt haben.

Ein schöner Anlass bestand auch für Rektorin Petra Wohlfarth zu feiern. Aus vielen Gedanken und bei der Umsetzung der Ideen ist in künstlerischer Freiheit Schönes gut gelungen. Der Beitrag der Schule mit der Gestaltung der Kunstobjekte sei jedoch ohne den großen Einsatz der beiden Kunsterzieherinnen Andrea Peth und Iris Seehuber mit den Schülern nicht möglich gewesen, unterstrich die Schulleiterin. „Wege entstehen beim Gehen“, dazu machte sich Wohlfarth ihre eigenen Gedanken zum „Weg“. Die Schule müsse in die Gemeinde gehen und umgekehrt. So ließen sich gemeinsam Wege öffnen und gemeinsam etwas auf den Weg gebracht werden, das letztlich für alle zur Integration in das Gemeinwesen führe, lautete ihre philosophische Betrachtung.

Andrea Peth beleuchtete die Kunst aus anderer Sicht. Ob „Der Weg“ Kunst ist oder nicht, das müsse jeder für sich entscheiden. Für sie sei es jedoch schon eine Kunst gewesen, dass zweidrittel aller Hauptschüler an dem Projekt mitgearbeitet hätten, und das auch während den Pfingstferien. Kunst wäre auch gefordert gewesen, die unterschiedlichen Fertigkeiten je nach Begabung einzusetzen und die Motivation über längere Zeit aufrecht zu erhalten. Keine Kunst war es für die Pädagogin, allen Schülern für ihre Ideen und ihr Engagement zu danken!
„Es ist ein großes Wunder, was hier entstanden ist!“, betonte eine begeisterte Ursula Braxmaier. Sehr engagierte Frauen hätten eine Idee mit Hilfe von Schülern, Lehrern, Ehrenamtlichen und Förderern umgesetzt. Ihnen dankte sie für die investierte Zeit und die liebevolle Gestaltungen. Emilie Siegel und Hedwig Wolf überreichte die Pfarrerin Herzen, geflochten und dekoriert aus Naturmaterialien entlang des Wegs.

/kr.

Quelle: Rundschau Gaildorf Juli 2009