Antreiber, Helfer und Retter in der Not

Ehemaligen SKF-Vorstand ausgezeichnet - Förderpreis für zwei Jugendprojekte 

Zum zweiten Mal verlieh die Bürgerstiftung Fichtenberg den Stiftungspreis. Preisträger war in diesem Jahr Heinz Bauer. Förderpreise gingen an die Projekte „Zelte“ der Jugend in der Sportkameradschaft Fichtenberg und „Am, im und um den Stausee“ im Rahmen des Ferienprogramms 2006.

Karl-Heinz Rückert

FICHTENBERG Über zahlreiche Vorschläge zu Preisträger und Projekte musste das Stiftungsgremium entscheiden. Bürgermeister und Stiftungsratvorsitzender Roland Miola freute sich über solch große Resonanz und Teilnahme aus der Bevölkerung. In seiner Begrüßung ging er auf die Bedeutung und den Zweck der Bürgerstiftung ein, die seit ihrer Gründung im Jahr 2003 auf ein Stiftungskapital von über 66000 Euro verweisen kann. Rund 13000 Euro flossen dem Kapital aus der geplanten Unterstiftung „Weissensee“ zu, die jedoch nicht zustande kam. Nur die Zinsen aus dem Stiftungsvermögen dürfen für den Stiftungszweck verwendet werden. Damit soll die ehrenamtliche Initiative von Bürgern im Rahmen von Jugend- und Vereinsarbeit, sowie im sozialen Bereich gefördert und hervorgehoben werden.

Mit Respekt und Anerkennung sprach Josef Rieger von dem zweiten Stiftungspreisträger. Pflichtbewusstsein, Zielstrebigkeit und Ehrgeiz wären die herausragenden Eigenschaften von Heinz Bauer. Als positiv denkender Mensch führe Bauer alles was er anpackt auch erfolgreich zu Ende. Für die Sportkameradschaft war und ist er unermüdlicher Antreiber und Helfer, wie auch schon Retter in der Not. Immer wieder habe sich Heinz Bauer für den Sportverein eingesetzt und in schwierigen Zeiten dessen Ruder übernommen. Die SKF wuchs in seiner Ära bis auf 900 Mitglieder in 30 Gruppen und Sparten an. Sportliche Erfolge könne der Preisträger als Trainer und vor allem als Torwart vorweisen. Als Torhüter wurde er paradoxerweise in einer Saison mit dreizehn Toren gar Torschützenkönig in seiner Mannschaft. Über 800 Spiele für seine SK brachten ihm zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen durch den Landessportbund und Württembergischen Fußballverband ein. Mit der Verleihung der Landesehrennadel erfuhr Heinz Bauers bürgerschaftliches Engagement eine besondere Würdigung.

Pflichtbewusst habe er auch als Schul- und Hallenhausmeister die Dinge angepackt, bestätigte Rieger dem Preisträger in seiner Laudatio. Genauso habe Bauer in gemeindlichen Diensten als Fronmeister und Bauhofleiter den Wandel und Fortschritt in der Gemeinde mitgetragen. Unzählige Einrichtungen und Bauprojekte begleitete er in seiner Amtszeit, die 1999 endete. Im selbstlosen Einsatz habe der Stiftungspreisträger große Opfer seiner persönlichen Freizeit erbracht. Sein ungebremster Tatendrang auch als freiwilliger Helfer bei anderen Vereinen machten Bauer zu einem nachahmenswerten Vorbild, fuhr Rieger fort. Seine Freundlichkeit und seine positive Lebenseinstellung zeichnen sein Wesen und würden durch einen großzügig gewährten Freiraum in der Familie gestützt.

Viele Geschichten und Anekdoten ranken sich um Heinz Bauer, doch Josef Rieger wollte aus dem feierlichen Anlass keine davon preisgeben. Nur das Geheimnis lüftete er, weshalb Bauer auch „Käs“ genannt wird. Die Gene seien schuld, dass der sportliche Preisträger trotz intensiver Sonnenbestrahlung nie braun werde. Seit frühester Jugend wurde Bauer von seinen Schulkameraden daher „Käs“ genannt. Dieser Nickname trägt auch heute noch zur eindeutigen Identifizierung der Person Heinz Bauer bei. Rieger sprach dem Träger des diesjährigen Stiftungspreises als einem der letzten echten Fichtenberger Originale seine Glückwünsche aus. Mehr Zeit für die Familie, und dass er zurückbekomme, was er persönlich im Übermaß gegeben habe, waren die ehrlichen Schlussworte des Laudators.

Harte, aber auch schöne Stunden habe er erlebt, erwiderte Heinz Bauer in einer kurzen Dankesadresse. Nach reiflicher Überlegung habe er sich entschieden den Preis anzunehmen, denn er sei selbst stolz darauf, ein Fichtenberger zu sein.

/kr.

Quelle: Rundschau Gaildorf 26.07.2005

 Preise für die Arbeit mit dem Nachwuchs

Förderung für SKF-Jugendabteilung und das Projekt "Stausee" 

Zwei Projekte für die Jugend werden von der Bürgerstiftung Fichtenberg in diesem Jahr gefördert. Sie wurden bei der Stiftungsfeier am Sonntag vorgestellt. Zuvor hatte Heinz Bauer den Stiftungspreis erhalten (wir haben berichtet).

Karl-Heinz Rückert

FICHTENBERG Die Jugendabteilung der Sportkameradschaft Fichtenberg berücksichtigte die Bürgerstiftung mit dem Projekt „Zelt“. Die Jugendleiterinnen Nicole Ammon und Silke Rieger-Paxian stellten ihre Arbeit mit insgesamt 294 Kindern und Jugendlichen in den verschiedenen Sportgruppen des Vereins vor.

Es liegt in der Natur der Sache, dass sportliche Wettkämpfe einen großen Raum einnehmen. Mit der gleichen Selbstverständlichkeit beteiligen sich die jungen Vereinsmitglieder aber auch an Veranstaltungen wie dem Ferienprogramm, dem Weihnachtsmarkt und dem Pfingstturnier. Den beiden Jugendleiterinnen liegt auch die Integration der Jugend in den Gesamtverein am Herzen. Sie fördern daher in besonderem Maße auch die Selbstständigkeit der Jugendlichen.

Mit einem Streifzug durch die Geschichte der Jugendarbeit in der SKF verdeutlichten sie die Entwicklung aus den Anfängen bis zum heutigen breitgefächerten Angebot im Jugendfußball, Kinderturnen, Jazztanz und Mädchenfußball, um nur einige zu nennen. Mit einer schier unendlichen Bilderflut, gesichtet und eindrucksvoll präsentiert von Günther Barth, wurden die Aktivitäten den zahlreichen Gästen der Feier vor Augen geführt. Zeltlager, Skifreizeiten und Radausfahrten wurden da in der Erinnerung wach

Mit der Ausbildungsqualität der Jugendleiter stellten sich auch zusehends die sportlichen Erfolge auf den verschiedensten Feldern des Breitensportangebots ein. Nicole Ammon und Silke Rieger-Paxian versprachen bei der Übergabe des Förderpreises für die Beschaffung eines Großzeltes weiterhin in allen Bereichen gute Trainingsbedingungen zu schaffen.

Mit Aktionen am, im und um das Wasser soll das 20. Fichtenberger Ferienprogramm im Jahr 2006 besonders ansprechende Programmpunkte bieten. Konrad Mandl möchte zusammen mit dem Anglerverein, dem DLRG, dem Natur- und Landschaftsschutzorganisationen in Absprache mit den örtlichen Vereinen und Gewerbebetrieben den Ferienkindern den Lebensraum Wasser  am Beispiel des Diebachstausees näher bringen. Nach Mandls Vorstellungen wird dabei den Leitlinien zum Ferienprogramm Rechnung getragen werden. Nach diesen sollen die Aktivitäten Lerneffekte beinhalten, die Kreativität, der soziale Kontakt und das Gruppenverhalten gefördert werden. Für dieses anspruchsvolle Projekt „Stausee“ wurde das Ferienprogramm 2006 mit einem Geldbetrag durch die Bürgerstiftung gefördert.

Tanzeinlagen der SKF-Jazz-Mini-Gruppe lockerten die Feier auf. Bei einem Stehempfang und unterhaltsamen Gesprächen klang Stiftungsfeier allmählich aus.

 

/kr.