Bürgerstiftung Fichtenberg Verleihung Stiftungspreis

Bei der Stiftungsfeier der Fichtenberger Bürgerstiftung wurde am Freitag bei einer Feier das Wirken von Helmut Schreiber im kirchlich sozialen Bereich der Kirchengemeinde mit der Vereilung des Stiftungspreises gewürdigt. Den Förderpreis erhielt das Kooperationsprojekt „ Bläserklasse“ der Grund- und Hauptschule und des Musikvereins.

Karl-Heinz Rückert

FICHTENBERG Die Verleihung des Stiftungspreises und Auslobung von Förderprojekten durch die Bürgerstiftung Fichtenberg stellt die Leistungen und Bürgersinn einzelner Personen und Gruppierungen in den Vordergrund. Sie sind beispielhaft und zugleich auch ein Spiegelbild der Vielfalt bürgerschaftlichen Engagements und Gemeinsinns. Viele Personen engagierten sich in Fichtenberg in Organisationen und Institutionen, stellte Bürgermeister und Stiftungsvorstand Roland Miola bei der Begrüßung in der Gemeindehalle fest. Das beispielhafte Wirken von Helmut Schreiber habe eine öffentliche Würdigung mehr als verdient!

Humorvoll sprach Pfarrer Wolfgang Bayer von der schwierigen Aufgabe des Laudators, die er jedoch mit besonderer Freude angenommen habe. Die Laudatio sei eine Lobrede, und loben liege den Schwaben bekanntlich nicht, meinte Bayer. Für das in besonderer Weise beeindruckende ehrenamtliche Engagement Helmut Schreibers fand er jedoch respektvolle Worte. Das vielfältige und vor allem langjährige Wirken des diesjährigen Stiftungspreisträgers in verschiedenen kirchlichen Bereichen hob Pfarrer Bayer ausdrücklich hervor. Helmut Schreiber habe nicht nur bei Veranstaltungen mitgewirkt, auch schwierige Entscheidungen im Kirchengemeinderat, dem er seit 25 Jahre angehöre, wurden von dem Preisträger mitgetragen. Mit Zahlen belegte Bayer den Einsatz Schreibers mit dem Posaunenchor, den er seit 1967 leitet, und im Seniorenclub, den er 1975 mitbegründete und seither verantwortlich organisiert. Mit der Leitung des Kirchenchores, und wenn nötig auch des Gesangvereins, wäre Helmut Schreibers Wirken im Sozialen- und Jugendbereich noch lange nicht abschließend vorgestellt, betonte Bayer. In erster Linie gehe es Schreiber um Menschen. Wolfgang Bayer schloss seine „Lobrede“ mit dem Hinweis auf Schreibers bezeichnende Geduld und Gelassenheit. Er wünschte dem Preisträger weiterhin viel Kraft und Zeit für sein großes Engagement. In den Dank bezog Bayer auch Schreibers Ehefrau Gisela mit ein, die zusammen mit der ganzen Familie der Stiftungspreisverleihung beiwohnte.

„Ich freue mich riesig!“ Mit diesen Worten verlieh der Stiftungspreisträger seiner Freude über Auszeichnung Ausdruck. Er verwies aber auch gleichzeitig auf das breitgefächerte Engagement vieler Fichtenberger, die diese Auszeichnung ebenso verdient hätten. Schreiber war bewusst, dass der Preis viele Helfer gehabt hätte. Er dankte besonders dem Kirchengemeinderat, dem Seniorenclub, dem Posaunen- und Kirchenchor.

/kr.

Quelle: Rundschau Gaildorf 2007

 Bürgerstiftung Fichtenberg Förderpreis für Projekt Bläserklasse

Blau war die Kontrastfarbe auf der Bühne anlässlich der Stiftungsfeier der Bürgerstiftung Fichtenberg. Nicht ohne Grund, die Bläserklasse und deren ehemaligen und noch musikalisch aktiven Absolventen umrahmte in ihren himmelblauen Einheitsshirts mit musikalischen Beiträgen die Feierstunde. Zudem wurde das Projekt „Bläserklasse“ zwischen Schule und Musikverein mit einem Förderpreis ausgelobt.

Karl-Heinz Rückert

FICHTENBERG● Bereits vor zehn Jahren wurde das Projekt von Schule und Verein ins Leben gerufen. Über diesen Zeitraum registrierte Uwe Traub exakt 131 Teilnehmer. Ausbilder Traub betreut neben Marc Pöthig und Wolfgang Sachsenmaier die musisch interessierten Viertklässler eines Schuljahres. Stiftungsvorstand Roland Miola würdigte diese gelungene Initiative, die bei ihrer Gründung einmalig im Limpurger Raum war, und zwischenzeitlich zahlreiche Nachahmer im positiven Sinne gefunden habe.

Das Gelingen des Projekts sei jedoch ohne die Beschaffung von teurem Instrumentarium nicht möglich gewesen, ergänzte Miola seine Ausführungen. Neununddreißig Bläserklässler sind heute im Musikverein aktiv, davon allein 21 im Stammorchester. Dort übernahmen sie bereits verantwortungsvolle Posten in der Vereinsorganisation.

In einem kurzen Filmbeitrag bekamen die Gäste der Feierstunde einen Eindruck über die musikalische Ausbildung in der Bläserklasse und in der Jugendkapelle. Die musikalische Entwicklung von elementarer Musik in einer quirligen Bläserklasse bis zu reifen Harmonien im Jugendorchester wurde darin deutlich vorgestellt. Davon konnten sich die Gäste auch bei der Feierstunde einen persönlichen Eindruck verschaffen. Die Arbeit im Projekt „Bläserklasse“ sei eine anerkennenswerte Leistung für das kulturelle Leben in der Gemeinde, konstatierte der Stiftungsvorstand. Auf Vorschlag von Werner Pöthig und Karl-Heinz Rückert lobte die Bürgerstiftung das Projekt mit einem Förderpreis in Höhe von 1700 Euro aus.

Dabei beließ es allerdings der Kinderchor aus dem Ferienprogramm des Fichtenberger Gesangvereins nicht bewenden. Martin Wolf hatte Konrad Mandl zu Ehren mit den Kindern ein Lied einstudiert und getextet, in dem Mandls zwanzigjähriges Wirken für das Ferienprogramm gestreift wurde. Aus vollen Kinderkehlen schallte dem Stiftungspreisträger und Träger der Landesehrennadel entgegen: „Konny come along, long, long!“

/kr.

 

Quelle: Rundschau Gaildorf 2007